Der BLOG

(Danke für das Bild von cocoparisienne auf Pixabay)

 

Willkommen im BLOG - für mehr Harmonie in Dir und um Dich herum!

(Spirituelle Methoden sind kein Ersatz für medizinische oder verhaltenstherapeutische Untersuchungen und Behandlungen, oft aber wunderbare Ergänzung dazu. Alle vorgestellten bzw. von mir angewendeten Methoden sind naturwissenschaftlich umstritten und werden von der Lehrmedizin nicht anerkannt. Viele Tierhalter und mich haben sie dennoch überzeugt.)

Der Blog ist noch ganz frisch und wird in den nächsten Wochen weiter gefüllt... Danke für Dein Verständnis.

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2020-01-09

Nach Silvester ist vor Silvester - was tun bei Silvesterangst von Hund und Katze?

Silvester gehört nun erst einmal wieder der Vergangenheit an und das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage “alt”.

Aber wie haben Deine Tiergefährten Silvester verlebt?

Völlig gechillt?

Prima!

Oder doch eher mit Zittern, Herzklopfen, Speicheln, sich irgendwo verkriechen? Vielleicht sogar panisch abgehauen?

Laut Tasso e.V. gab es rund um den Jahreswechsel über 700 entlaufene Hunde und Katzen!!
Wirklich erschreckend, wie ich finde!!

Wenn Du auf das nächste Silvester – und das kommt bestimmt – besser vorbereitet sein möchtest, lies weiter und leite den Link auch gern an Menschen weiter, deren Tiere zu Silvester in Angst und Panik lebten.

Vor allem Hunde entlaufen in dieser Zeit. Mal eben noch raus zum Pinkeln, ist ja noch Stunden hin bis Silvester – doch manche Menschen können einfach nicht bis Mitternacht warten und dann knallt es eben schon mal früher.
Oder – was mir sehr häufig begegnet: das Halsband sitzt viel zu locker. In Panik schaltet der Hund in den Rückwärtsgang und schwupp, schon steht man mit leerem Halsband da und von Fiffi ist nur noch eine Staubwolke zu sehen.

Laut Tasso e.V. entlaufen an „normalen“ Tagen im Schnitt ca. 100 Hunde. An Silvester und Neujahr sind es über 400 gewesen. Also mindestens doppelt so viele, wie an „normalen“ Tagen.

Freigänger-Katzen verstecken sich oft nur zur lauten Zeit irgendwo und tauchen später wieder auf - sozusagen wenn die Luft wieder rein ist (im wörtlichen Sinne).

Anders schaut es aus, wenn die Tiere in Panik kopflos davonrennen und dann den Rückweg nicht mehr finden. So ist es oft auch bei den vielen Hunden.

Zum Glück wird eine Menge von ihnen von lieben Menschen aufgegriffen und kommt so schnell wieder zurück nach Hause. 
Doch leider haben nicht alle dieses Glück…

Daher: Sollte Dein tierischer Mitbewohner Panik geschoben haben, hast Du jetzt fast ein Jahr Zeit, mit ihm an diesem Thema zu arbeiten.
Nutze diese Möglichkeit!

Und bestärke auch Menschen, die Du kennst und deren Tiere Panik schoben, darin, es Dir gleich zu tun. 
Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten, das Leben unserer Tiergefährten auch zum Jahreswechsel angenehmer zu gestalten.

Beispielsweise Bach-Blüten. Vielen Tieren helfen die sog. Rescue-Tropfen. Eine Mischung speziell für Notfälle wie eben Angst und Panik an Silvester. Aber auch eine individuell für Dein Tier zusammengestellte Mischung kann vielfach wertvolle Dienste leisten.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit über T-Touch für Beruhigung zu sorgen oder dem Tier mit einem sogenannten Thunder-Shirt – im Grunde genommen ein enger „Body“ – den nötigen Halt und somit Sicherheit zu vermitteln. Letzteres natürlich nur ausprobieren, wenn Dein Tier sich in so etwas auch wohl fühlt. Aber natürlich ist es noch viel schöner für Dein Tier, wenn DU ihm als Bezugsperson Halt und Sicherheit vermittelst. Dazu erfährst Du weiter unten mehr.

Es gibt inzwischen sogar Ohrenschützer für Hunde, um die Geräusch-Wahrnehmung zu dämpfen. Diese zu (er)tragen solltest Du aber rechtzeitig mit Deinem Gefährten üben. 

Pheromone als Spray, Halsband oder Vernebler für die Steckdose sind bei manchen Tieren hilfreich. Dabei handelt es sich um chemische Botenstoffe, die normalerweise der Kommunikation unter Sozialpartnern dienen.

Die Dog Appeasing Pheromone (kurz D.A.P., zum Beispiel Adaptil) werden vom Muttertier produziert, damit die Jungen entspannen. Hatte Dein Tier eine angenehme Babyphase, verknüpft es diesen Stoff daher mit einem Wohlgefühl, was in einigen Fällen zur Entspannung führen kann.

Auch Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Sedarom, Relaxan) und/oder eine gezielte Fütterung können außerdem unterstützen, Angstzustände zu reduzieren.
Hierbei geht es vor allem um die Aminosäure Tryptophan, einer Vorstufe vom „Glückshormon“ Serotonin. Denn es dämpft Ängste und Aggressionen und gibt das Gefühl innerer Ruhe und Gelassenheit. 

Serotonin wird im Gehirn aus Tryptophan gebildet, das mit der Nahrung aufgenommen und mit dem Blut über die Blut-Hirn-Schranke an seinen „Umbauort“ gebracht werden muss.

Enthalten ist Tryptophan vor allem in Fleisch (Pute, Rind, Hühnchen), Fisch und Eiern, aber auch zum Beispiel in Cashew-Kernen und Bananen. Bei den Fleischsorten solltest Du möglichst darauf achten, dass die Tiere vor der Schlachtung auf der Weide ihr Futter suchen konnten und nicht mit Tryptophan-armem Mais oder ähnlichem gefüttert wurden. Denn das Fleisch von Weidetieren ist Tryptophan-reicher.

Da auch noch andere Aminosäuren versuchen ins Gehirn zu gelangen, kannst Du durch kohlenhydratreiche Nahrungsmittel (zum Beispiel Kürbis, Süßkartoffel, Möhren, Kartoffeln oder Reis), die seine Insulinproduktion anregen, den Weg für Tryptophan freimachen.
Denn Insulin fördert die Aufnahme anderer Aminosäuren in die Muskulatur, so dass der Weg für Tryptophan ins Gehirn frei ist.

Auch Mais, Soja oder Weizen sind Kohlenhydrate, jedoch enthalten sie viel Tyrosin, das um den Weg ins Gehirn mit Tryptophan konkurriert und somit für diese Zwecke weniger geeignet sind.

Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel in fettem Fisch (Wildlachs, Sardine, Makrele, Hering) oder Walnüssen enthalten, unterstützen den Weg von Tryptophan ins Gehirn. Gesättigte und Omega-9-Fettsäuren wiederum unterstützen die Omega-3-Fettsäuren bei der Serotonin-Bildung.
Weiterhin wird beispielsweise Vitamin B6 zur Serotonin-Bildung benötigt. Enthalten unter anderem in grünem Blattgemüse, Süßkartoffeln, Kürbis und Möhren.
Magnesium kann übrigens aufkommendem Stress entgegenwirken.

Viele Tierhalter schwören auch auf Eierlikör. Die meisten Hunde mögen das Zeug tatsächlich sehr gern. 
Genau wie Menschen kommen sie durch etwas Alkohol in einen „beschwipsten“ Zustand, in dem sich Aufregung leichter ertragen lässt. Viele Hunde können so etwas besser entspannen.

Alkohol ist natürlich für Tier und Mensch grundsätzlich schädlich

Doch auch hier macht die Dosis das Gift.

Tierarzt Dr. Rückert beispielsweise empfiehlt in seinem Blog (http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/) Folgendes als Erfahrungswert:
Hunde bis 25 kg: Körpergewicht in kg x 0,4 x 100 / % des Alkohols = Gesamtmenge des zu verabreichenden alkoholischen Getränks in ml
Hunde bis 26 - 50 kg: Körpergewicht in kg x 0,3 x 100 / % des Alkohols = Gesamtmenge des zu verabreichenden alkoholischen Getränks in ml
Hunde ab 50 kg: Körpergewicht in kg x 0,2 x 100 / % des Alkohols = Gesamtmenge des zu verabreichenden alkoholischen Getränks in ml

Einem ansonsten gesunden Hund sollen DIESE Mengen Alkohol nicht schaden, wenn die Angaben als Maximalmengen angesehen werden.

Die errechnete Gesamtmenge sollte übrigens auf 2 – 3 Portionen verteilt und im Abstand von ca. 2 Stunden gegeben werden. 
Die letzte Gabe etwa eine halbe Stunde vor der großen Knallerei.

In Bezug auf Katzen wird immer wieder vor Alkoholgaben gewarnt. Lt. einer Tierärztin, die auch Tierheilpraktikerin ist, kumuliert es jedoch nicht in der Katze, sammelt sich also nicht an. Trotzdem wäre ich sehr (!) vorsichtig. 
Die meisten Katzen mögen aber auch den stechenden Geruch von Alkohol nicht sonderlich, so dass sie es freiwillig eher nicht aufnehmen werden. 

Um es Deinem Tier leichter zu machen, hilft es oft, die Rollläden herunterzulassen, etwas lautere, entspannende Musik oder den Fernsehen einzuschalten und einfach für Deinen Gefährten „da“ zu sein. Gib ihm das Gefühl, nicht allein zu sein.
Denn wer möchte schon gern allein mit seiner Angst sein?

Was das Abdunkeln der Fenster und die Musik angeht: Bitte schon zeitig am Abend und nicht erst um kurz vor 12. 
Für manche Tiere macht es sogar schon nachmittags Sinn. Andere verwirrt es nur, weil es zu der Zeit nicht „normal“ ist – also muss ja was im Busch sein, denken sie. Ggf. also schon ein paar Tage vorher das Prozedere einführen.

In für Dein Tier angsteinflößenden Situationen ist es immer gut, wenn Du für stress abbauende Bewegung sorgen kannst und/oder dafür, dass Dein Tier etwas lecken oder kauen kann. Denn durch Kauen und Lecken werden in ihm Glücks- und Beruhigungshormone ausgeschüttet. 

Hier ist es nur manchmal schwierig, den passenden Zeitpunkt zu erwischen. 
Denn ist die Knallerei erstmal losgegangen, rühren viele Tiere etwas Fressbares nicht mehr an. 

Also heißt es: Früh genug anbieten, so dass Dein Gefährte schön vertieft ist, wenn es draußen so richtig rund geht. 
Andersherum aber auch nicht so früh, dass er Mitternacht fertig, satt oder durch langes Kauen total k.o. ist. 
Es ist also nicht ganz so einfach.

Rührt er nichts Fressbares an, ist vielleicht noch möglich, Dein Tier zum Spielen oder (Deinen Hund) zur Not auch mal angeleint zum Laufen zu bewegen, um den Stress schneller abzubauen. Dann werden meist auch wieder Leckerchen angenommen.

Zum Beispiel kannst Du dann kleine, möglichst weiche Leckerchen, die Dein Tier gern mag, kurz vor dem Jahreswechsel über den Boden schlittern zu lassen. Hinterherjagen, Fangen – all diese Dinge haben viel Bewegung in sich.

Genau diese Bewegung baut die bei Angst und Panik produzierten Stresshormone schneller wieder ab. 
Denn das verzwickte an diesen Hormonen ist: Sie kommen schnell, aber bauen sich nur langsam wieder ab. 
Daher hocken ah viele Angst-Tiere noch Stunden nach dem „großen Knall“ zitternd in irgendeiner Ecke. 

Bewegung kann den Hormonabbau fördern und somit schneller wieder dafür sorgen, dass in Deinem Tier Ruhe einkehrt.

Früher hat man immer gesagt, man müsse einen ängstlichen Hund ignorieren und dürfe ihn nicht streicheln, weil dies seine Angst verstärke. Ganz so ist das jedoch nicht. Denn Ignoranz bedeutet für den Hund, dass er mit seiner Angst allein gelassen wird. Dass er auf uns nicht zählen kann, wenn er Angst hat. 
Doch das wollen wir doch nicht!

Abgesehen davon ist inzwischen erwiesen, dass eine „Wohlfühlmassage“ durch eine vertraute Person durchaus auch beim Tier das Bindungshormon Oxytocin ausschüttet und somit für ein Wohlgefühl sorgt. 
Natürlich nur, wenn Dein Gefährte sich in dem Moment gern kuscheln und streicheln lassen möchte. Denn manchen ist das auch einfach zu viel für den Moment. 

Eine ruhig aufgelegte Hand kann dann mitunter passender sein. Oder einfach Deinen Gefährten an Dich „andocken“ lassen, wie es ihm angenehm ist. 

Anders schaut es aus, wenn Deine Aufmerksamkeit in einem Bedauern und Bemitleiden besteht. Denn das verstärkt Angst durchaus. So ein Verhalten suggerierst ihm, dass tatsächlich etwas nicht in Ordnung ist und er somit allen Grund hat, Angst zu haben, da wir uns ja auch sorgen. 

Also einfach nur in Ruhe „da“ sein. 

In solchen angstauslösenden Situationen sollten dann auch Tabu-Orte ausnahmsweise erlaubt sein. 
Wenn Dein Hund beispielsweise nicht aufs Sofa darf, solltest Du ihm das an solch einem Tag einfach mal erlauben, wenn er Deine Nähe sucht.

Bei all den bisher aufgezählten Dingen lässt sich dummerweise erst testen, ob sie Deinem Tier helfen, wenn es soweit ist.
Und wenn sie nicht helfen, muss Dein Tier wieder ein Silvester in Panik überstehen. 
Es sei denn, Dein Tiergefährte reagiert in anderen Situationen ähnlich, wenn auch bedeutend schwächer. 
Denn dann kannst Du in solchen weniger stressigen Situationen einfach das ein oder andere ausprobieren, um herauszufinden, was Deinem Tier am besten hilft.
Oft ist es auch eine Kombi aus mehreren Komponenten.

Im Notfall mit viel Panik wäre auch an medikamentöse Unterstützung vom Tierarzt zu denken. 

Doch es gibt Mittel, die lediglich die Muskeln ruhigstellen, jedoch nicht die Angst, wie beispielsweise der Wirkstoff Acepromazin (enthalten z. B. in Vetranquil, Sedalin, Prequillan und Calmivet).
Mit solch einem Mittel ist es zwar für uns Menschen ruhiger, für unseren Tiergefährten aber umso schlimmer
Denn er kann seiner Angst dann keinen Ausdruck mehr verleihen

Und wer schon einmal WIRKLICH Angst hatte weiß, wie einschränkend dieses Gefühl ist.

Es gibt aber auch Wirkstoffe, die in niedrigen Dosen wirklich angstlösend, in höheren sogar beruhigend sind. Benzodiazepine beispielsweise (Diazepam/Valium, Aprazolam, Clonazepam).

Sie haben eine eher kurze Wirkdauer und müssen sehr individuell einschleichend bis zur passenden Wirkung und hinterher auch wieder ausschleichend dosiert werden.

Und sollte Dein Tier bereits in einem Stresszustand sein, können sie manchmal sogar die Angst noch weiter verstärken oder bei aggressiven Hunden zur „Enthemmung“, also gesteigerter Aggression führen. 
Dauerhaft verabreicht würden solche Mittel süchtig machen.

Wieder andere Mittel müssen erst über mehrere Wochen gegeben werden, bis sie richtig wirken.
Es gibt noch weitere mögliche Mittel, die jedoch auch alle ihre Nebenwirkungen haben.

Es muss daher wirklich individuell gemeinsam mit dem Tierarzt Deines Vertrauens geschaut werden, ob solch ein verschreibungspflichtiges Mittel bei Deinem Tier sinnvoll ist.

Manchmal ist es einfach notwendig, um das Schlimmste zu überstehen und nach Silvester dann mit geeigneterer Therapie zu beginnen, um fürs nächste Jahr besser gewappnet zu sein.

Wenn gar nichts auf die Schnelle hilft und Du trotzdem mit Deinem Tiergefährten einen möglichst entspannten Jahreswechsel verbringen möchtest, könnt Ihr natürlich gemeinsam in einen Kurzurlaub „flüchten“. Mit Hunden ist das in der Regel etwas einfacher, aber auch mit Katzen durchaus möglich.

Auf einigen Inseln, wie Amrum und Sylt ist größtenteils Feuerwerk verboten und es wird nicht schon Tage vorher mit Knallen begonnen. Auch in Frankreich und Italien gibt es viele Städte, in denen privates Feuerwerk verboten ist. Wer nicht so weit fahren möchte, ist in der Regel in einsam gelegenen Unterkünften gut aufgehoben.
 
Für Tiere, die gern Autofahren, könntest Du sogar eine richtige „Silvester-Fahrt“ machen. 
Denn im Auto auf der Autobahn ist die Geräuschkulisse in der Regel auch für Dein Tier praktisch nicht wahrnehmbar.

Generell sinnvoll ist es, Dein Tier möglichst vor dem großen Radau geistig wie körperlich gut auszulasten (nicht überlasten ;-) ). 

Denn wer wirklich müde ist, ruht in der Regel auch besser.

Also mit Deiner Katze tolle Jagd- und Suchspiele machen oder mit Deinem Hund nachmittags eine lange Wanderung oder Radtour, bei der er spannende Aufgaben erfüllen darf. Apportieren, Suchspiele, Reizangel-Training, „Agility“ über Baumstämme usw.  

Gesunde Tiere kannst Du so richtig auspowern – körperlich wie geistig.

Auch wenn es zu der Tageszeit vielleicht noch ganz ruhig erscheint und Dein Tier völlig entspannt ist – Sicherheit geht immer vor!

Lass Dein Tier nicht einfach so durch die Tür mit raus flutschen, wenn Du nur kurz den Müll wegbringen willst. Denk an ein eng angelegtes Halsband für Deinen Hund (das stört Dich mehr als Deinen Hund ;-)) und das Ende der Leine immer in der Hand behalten. Oder natürlich ein gut sitzendes Brustgeschirr mit Schleppleine.
Am sichersten ist ein Sicherheitsgeschirr und/oder doppelte Sicherung über Halsband und Brustgeschirr.
 
Dies gilt aber nicht nur für richtige Angst-Hunde, sondern auch für solche, die eigentlich immer völlig souverän und taff waren.

Denn es passieren immer mal „dumme Zufälle“ oder Du begegnest Menschen, die nicht wirklich nachdenken und schon kann es passieren, dass Dein Hund dann doch mal anders reagiert, als Du erwartet hast. 

Hinterher sind wir immer schlauer. Aber noch schlauer sind wir doch, wenn wir es gar nicht erst riskieren, dass was passieren kann. ;-)

Dann gibt es noch die Homöopathie. Sie hält wunderbare Mittel bereit. 
Allerdings gibt es für Symptome wie Furcht vor Lärm zig (!) Mittel, die in Frage kommen können. 
Welches für DEIN Tier das passende ist, solltest Du daher einem erfahrenen Therapeuten überlassen, der sich mit klassischer Homöopathie auskennt.

Auch wenn solche Ängste akut in verschiedenen Situationen auftauchen, steckt doch meist eine [font=Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif]„[/font]chronische Erkrankung“ bzw. Veranlagung dahinter. 
Somit dürfen nicht einfach nur die akut auftauchenden Symptome berücksichtigt werden, sondern Dein Tiergefährte „als Ganzes“ muss betrachtet werden. Mit all seinen Vorerkrankungen, seinem Lebenslauf, allem was er so „mit sich bringt“.

Hieraus wird der Therapeut dann die charakteristischen Symptome herausarbeiten sowie das individuelle Gemüt Deines Tieres berücksichtigen. Und danach dann das möglichst passende Mittel wählen.

Aber nicht nur das Mittel allein macht aus, ob es Deinem Tiergefährten hilft oder nicht. 

Auch die jeweilige Potenz des Mittels, seine Dosierung und Art der Verabreichung spielt eine sehr große Rolle. 

Viele Therapeuten arbeiten beispielsweise mit D-Potenzen und häufigen Gaben. Oder mit Hochpotenzen als seltene trockene Gaben

Also ein Kügelchen rein und abwarten

Dies birgt jedoch die Gefahr einer Erstverschlimmerung, die bei Hochpotenzen durchaus mehrere Wochen bis Monate andauern kann

Gerade bei Ängsten sicher nicht gewünscht.

Außerdem verlängert dies den Heilungsprozess, da solch eine Erstverschlimmerung den Körper einfach überfordert.

Daher achte hier auf einen erfahrenen Therapeuten, der mit Q-Potenzen oder Hochpotenzen als Wasserauflösungen in geteilten Gaben arbeitet. 
Dies erfordert ein klitzeklein wenig mehr Mitarbeit Deinerseits, als einmal ein Kügelchen einzuwerfen, ist aber allemal schonender und zielführender für Dein Tier.

Mit dem passenden Mittel kann übrigens wirklich etwas Tiefgründiges bewegt werden. Jedenfalls ist es 

Ziel der klassischen Homöopathie [font=Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif]zu wirklicher Heilung zu führen, statt[/font] einfach nur Symptome zu deckeln oder abzuschwächen.

Vor allem im Zusammenhang mit Verhaltenstherapie können hier meiner Erfahrung nach wirklich tolle Erfolge erzielt werden. 

Aber es ist eben kein Schalter, den Du einfach umstellst, und von jetzt auf gleich ist Dein Tier wie ausgewechselt. 
Es ist wirklich mit Arbeit auch an und in Dir verbunden.

Denn es gibt so einiges, was Du tun kannst, wenn gerade ganz entspannter Alltag bei Euch ist. 
Und dazu hast Du jetzt ja gut 300 Tage Zeit, bis es wieder heißt: Tschüss altes Jahr, Willkommen Neujahr! 

Du kannst durchaus im ersten Schritt auch einmal bei Dir selbst schauen
Denn unsere Tiergefährten „lesen“ uns häufig ganz unbemerkt und reagieren auf unsere Stimmung.

Hasst Du Feuerwerk oder hast selbst Angst davor, wird das auch Deinen Tiergefährten mit beeinflussen. 
Also arbeite an Deinen Ängsten, an Deiner inneren Einstellung zur Knallerei und Deinen Gefühlen den Menschen gegenüber, die dahinterstehen.
Schon allein dadurch kann auch Dein Tier leichter entspannt bleiben.

Dann heißt es immer so schön: 

Einfach Ruhe ausstrahlen und Deinem Tier Halt geben.

Doch kannst Du Deinem Tier nur eine „Stütze“ sein und Ruhe ausstrahlen, wenn Du selbst in Dir ruhst und innerlich stabil bist.
Woran soll es sich sonst halten, wenn Du selbst nicht sicher im Leben stehst?
Dann könnt Ihr beide ja nur zusammen umkippen.

Erlaube Dir also, souverän und selbstsicher zu werden.
Denn nur wenn Du das bist, wird Dich Dein Tier auch so wahrnehmen können.

Und Souveränität bedeutet eben auch, mit verschiedensten Situationen klar zu kommen; sie gut einzuschätzen, Dein Tier „lesen“ zu können und seine Bedürfnisse erfüllen.

Manchmal kannst Du interessante Informationen zur Überwindung Deiner Ängste und sonstiger blockierender Gefühle erhalten, wenn Du mit Deinen Gefühlen „Kontakt“ aufnimmst.

Sprich mit Deiner Angst, mit Deiner Wut, mit Deinem Zorn. 
Stell Dir vor, sie seien Personen, mit denen Du ganz einfach sprechen kannst.

Frag sie in Liebe, warum sie sich zeigen
Was sie Dir mitgeben oder schenken wollen. 
Worauf sie Dich aufmerksam machen möchten.

In der Regel löst sich damit ein „guter Grund“ auf, warum sie sich in solchen Situationen überhaupt in Dir zeigen „müssen“.

Im zweiten Schritt – und das gilt besonders, wenn Du einen Hund hast – kannst Du Deinem Vierbeiner im Alltag ein guter Team-Führer sein, auf den er sich verlassen kann.

Denn nur wenn Du das im Alltag bist, kann der Hund vermuten, dass Du es vielleicht auch in angsteinflößenden Situationen sein könntest. 

Die Bereitschaft, sich Dir anzuvertrauen, steigt dadurch.

Wenn es Dir gelingt, dass Dein Tier bei DIR Schutz sucht, anstatt Hals über Kopf davon- oder nach Hause zu rennen, hast Du eine Menge geschafft!

Also macht viele gemeinsame Aktionen, die Deinem Tier Freude bereiten, in denen es sich aber an Dir orientieren muss. Und triff wichtige Entscheidungen selbst, strukturiere und regle Du Euren gemeinsamen Tag

Auch hierzu brauchst Du natürlich die passende innere Einstellung
Denn bist Du innerlich durcheinander, ständig mit anderen Dingen beschäftigt, unsicher, weißt überhaupt nicht, was Du willst, wird es Dir schwer fallen, Deinem Hund zu zeigen, worauf es im Leben ankommt und wo es lang geht und wo lieber nicht.

Also auch hier: Arbeite erst in Dir und dann mit Deinem Hund. ;-)

Was Du auch noch in den nächsten gut 300 Tagen mit Deinem Tiergefährten tun kannst:
Ihn an angsteinflößende Dinge gewöhnen – Geräusche, Gerüche von Knallern, funkelnde Lichter. Natürlich in Minischritten!

Das müssen anfangs nicht einmal Knaller sein. Fang ruhig mit anderen Dingen an, die Euch im Alltag unterkommen. 
Vielleicht reagiert Dein Gefährte schon, wenn Du mit dem Geschirr klapperst, während Du die Spülmaschine ausräumst.

Binde das “Gewöhn-Training” in eine Beschäftigung ein – zum Beispiel Apportieren oder Suchspiele. Für Katzen eignet es sich besonders, wenn Du mit ihr Clicker-Training machst.
 
Dein Tier sollte beim Training das angsteinflößende Geräusch wahrnehmen, ohne ängstlich darauf zu reagieren und so gleichzeitig die positive Erfahrung sammeln können, dass ihm nichts passiert und er sogar noch Spaß dabei haben kann.

Mit der Zeit steigerst Du die angsteinflößenden Dinge in der Intensität. 
Aber immer nur, wenn Dein Tier den vorherigen Schritt wirklich entspannt meistert. 

Mit jeder Angst, die überwunden wird und somit künftig wegfällt, wird Dein Tier auch insgesamt mutiger und selbstsicherer. 
Das gilt natürlich auch für Dich. 

Sei also ein gutes Vorbild und stelle Dich Deinen überflüssigen Ängsten.

Du kannst Deinen Tiergefährten aber auch „andersherum“ an etwas gewöhnen.
Nämlich zum Beispiel, indem Du eine bestimmte Musik immer wieder in entspannten Situationen abspielst. 
So werden Musik und Entspannung miteinander verknüpft.

So kannst Du künftig diese Musik vor angstauslösenden Situationen nutzen, um Deinen Gefährten in einen entspannten Zustand zu bringen. 
Auch das kann also ganz nützlich sein.

Doch bei einigen Tieren ist irgendwann dann doch die Angst stärker. In dem Fall müsstest Du dann hinterher den entspannenden Effekt wieder neu antrainieren.

Viele Tiere ziehen sich bei Angst auch gern in dunkle Verstecke mit Höhlen-Charakter zurück. 
Dort fühlen sie sich sicherer, als „frei“ und ungeschützt in der Wohnung. 

Das ist völlig okay, wenn sie dort relativ entspannt den größten Tumult verdösen und dann wieder herauskommen. 
Solche Plätze kannst Du auch ein paar Tage vorher schon herrichten.

Doch viele Tiere hocken dort auch mit ihrer Angst alleine und rühren sich oft stundenlang nicht mehr von der Stelle, selbst wenn der angstauslösende Moment längst vorüber ist.

Daher ist es in solch einem Fall tatsächlich sinnvoller, Dein Tier zu seinem Glück zu zwingen und zum Beispiel mit Leine und sanftem Zug aus seiner Höhle zu holen.

Geht er dann mit, kannst Du ihn loben und belohnen.

Sorge dann möglichst für eine gewisse Bewegung. Denn diese baut Stress ab und lockert den vom Zittern verspannten Körper.

Vor allem im Nachgang und somit vorbeugend für das nächste Silvester, etablierst Du als Bezugsperson Dich selbst künftig als neuen „Schutzraum“

In Deiner Nähe ist Dein Gefährte sicher, denn als echte Führungspersönlichkeit, bist Du auch für den Schutz zuständig. 

Arbeite daher an Deiner inneren Stärke, Klarheit und Stabilität!

Ja, es stimmt, dass unter Angst die Lernfähigkeit eingeschränkt bis völlig aufgehoben ist.
Trotzdem kann es sinnvoll sein, Deinen Gefährten in die Bewegung und somit aus seiner Angstschleife herauszuholen, damit die Stresshormone besser und schneller wieder abgebaut werden können. 

Achte auf Deinen Hund und führe ihn körperlich und somit auch geistig mit leichtem Zug oder Druck in die Bewegung und somit in die Lockerung, wenn er sich zu sehr in seiner Angst verheddert. 

Die meisten Hunde nehmen das gut an und laufen dann gern mit.

Wenn möglich, machst Du das solange, bis er wieder Leckerchen nimmt. Denn das ist das Zeichen, dass sein Stress zu einem guten Teil abgebaut ist. 

Und über Leckerchen kannst Du dann weiter mit ihm arbeiten.

Großes Ziel bis zum nächsten Silvester ist natürlich, dass sich Dein Tiergefährte an richtige Silvester-Geräusche und alles, was dazu gehört, gewöhnt hat.

Solch eine Verhaltenstherapie ist – eventuell gemeinsam mit klassischer Homöopathie – im Grunde genommen das einzige, was wirklich die Ursache bekämpft, anstatt nur an den Symptomen herumzudoktern, sie abzuschwächen oder für den Moment zu unterdrücken.

In diesem Sinne ein tolles, erfolgreiches Neues Jahr!

Alles Liebe für Dich und Deinen tierischen Freund
Selina

Admin - 13:14:01 @ Tiergefährten allgemein | Kommentar hinzufügen