Aktuelles & Blog

 

Hier kannst Du sehen, was gerade aktuell oder in Kürze geplant ist an Ereignissen und Neuerungen. Wenn Du auf dem Laufenden bleiben möchtest, schau gerne immer wieder einmal vorbei. 

 

Einladung zu einem kleinen Experiment für mehr Harmonie und inneres Gleichgewicht in Dir, in Deinem Leben und um Dich herum... Schau Dir das Video auf Facebook an: Hauptsache im Gleichgewicht oder lies unten im Blog unter der Rubrik "Menschen in Harmonie" den neuen Beitrag. Das "Experiment" kannst Du jederzeit nachholen, wenn Du magst. Folge ganz Deinem Gefühl. Und ich würde mich freuen, von Dir zu hören, was sich in Dir und um Dich herum dadurch verändert hat. 

 

Bei Facebook findest Du die Praxis unter Hauptsache im Gleichgewicht. Speziell für (angehende) THP-Kolleginnen findest Du hier noch eine separate Seite. 

Auf diesen Facebook-Seiten kannst Du gern eine Bewertung/Empfehlung hinterlassen, wenn ich schon einmal für Dich und/oder Dein Tier tätig war oder noch bin. 

Gern ist das auch zusätzlich bei ProvenExpert möglich. Damit hilfst Du mir, meinen Service immer weiter zu verbessern.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit dafür nimmst!

 

Nun aber wieder zu dieser Homepage hier: Schaue gern unter den verschiedenen Rubriken links und lies dort, was Dich ganz interessiert und anspricht. Wenn Dich etwas ganz besonders anspricht, dann fühle in Dich hinein! Bist Du bereit, Dein Leben in diesem Bereich selbst in die Hand zu nehmen, um etwas zu verändern und zu verbessern? Super! Nur zu! 

 

Würdest Du Dich über Unterstützung und Hilfestellung in diesem Bereich freuen? Dann schreibe mir bitte gern! Wir werden gemeinsam – kostenlos und unverbindlich – eine Übersicht über die derzeitige Situation erarbeiten, schauen wo es hakt und wo die Reise hin gehen soll. Auf dieser Grundlage besprechen wir dann in aller Ruhe eine mögliche weitere Zusammenarbeit. Natürlich können wir das auch telefonisch machen, wenn es Dir lieber ist. Dazu vereinbaren wir gerne einen Telefon-Termin, damit ich auch genügend Zeit für Dich einplanen kann.

Du bekommst diese Zeit und Energie für die Vorbesprechung von mir geschenkt. Denn ich möchte, dass wir uns erst einmal kennenlernen können, bevor Du Dich für eine Zusammenarbeit entscheidest. 

Melde Dich aber nur, wenn Du wirklich bereit bist, in die Veränderung zu gehen und etwas dafür zu tun! Bist Du bereit mitzuarbeiten, neue Wege zu gehen, vielleicht auch an oder in Dir etwas zu verändern? Wenn ja, dann melde Dich!

 

Ich bin Selina Haupt, Tierheilpraktikerin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie (somit auch Hundetraining) und Geistheilerin für Menschen. Mehr über mich findest Du unter Privat und Beruf.

Möchtest Du mich lieber persönlich kennenlernen, dann ist auch das natürlich möglich. Begleite mich zum Beispiel einfach auf einer meiner täglichen Hunderunden. Auch hierfür melde Dich bei mir und wir vereinbaren einen Termin. Ich freu mich auf Dich!

 

Unten im Blog geht es rund um Tiere und Geistheilung für Menschen. Nach und nach wird hier einiges an Gedanken, Informationen und Ratschlägen zu finden sein. Viel Spaß beim Schmökern! 

Inzwischen gibt es im Blog auch eine Sparte speziell für THP-Kolleginnen.

 

Alles Liebe und eine schöne Zeit!

Selina 

 

 

Blog rund um Tiere und Geistheilung für Menschen 

 

(Die hier vorgestellten Methoden stellen keinen Ersatz für medizinische oder verhaltenstherapeutische Untersuchungen und Behandlungen dar, sind oft aber wunderbare Ergänzung dazu! Sie sind  sind naturwissenschaftlich umstritten und werden von der Lehrmedizin nicht anerkannt. Viele Menschen, auch mich, haben sie dennoch überzeugt.) 


01. August 2019, 19:20

„Warum zum Tierheilpraktiker?“

Unter diesem Titel steht in der aktuellen Ausgabe des Salzkottener Stadtmagazins „StadtQuelle“ der Bericht einer frisch gebackenen Tierheilpraktikerin, der mich doch sehr nachdenklich und traurig zugleich gestimmt hat.

Denn sowohl von der Tierheilkunde, als auch von der Lehrmedizin („Schulmedizin“) wird ein völlig verkehrtes Bild vermittelt.

Vielleicht war es gar nicht so beabsichtigt. Aber die Lehrmedizin wird dargestellt, als bestehe sie ausschließlich aus Dauer-Medikamenten-Gaben, die praktisch nur zur Symptom-Unterdrückung dienen, statt die Ursache zu behandeln. Dies ist leider genauso gut
auch mit homöopathischen Mitteln und anderen alternativen Heilmethoden, Nahrungsergänzungsmitteln usw. durchaus möglich, wenn man nicht aufpasst. Dauer-Medikamenten-Gaben, um Symptome zu deckeln, ist leider mit beiden Vorgehensweisen möglich.

Abgesehen davon ist es auch in der tierheilkundlichen Praxis oft gar nicht möglich, durch eine einzelne Mittelgabe (wie durch den Beitrag glauben gemacht wird) ein Tier komplett zu heilen. Manchmal klappt dies in wirklich akuten Fällen – die meisten solcher Fälle bekommen Tierheilpraktiker allerdings überhaupt nicht zu Gesicht.

Für alle anderen (chronischen) Fälle, muss durchaus so manches Nahrungsergänzungsmittel, Heilmittel oder Therapieform über einen längeren Zeitraum, oft genug sogar ein Leben lang, gegeben bzw. durchgeführt werden.

Weiterhin wird in dem Beitrag suggeriert, man könne ja ruhig, statt zum Tierarzt, mit allen tierischen Wehwehchen zum Tierheilpraktiker gehen. Dies kann nur durch noch fehlende Erfahrung geglaubt werden.

Für mich als Tierheilpraktikerin, sind Tierärzte und die Lehrmedizin ein Segen und ein Muss zugleich.

Seit Anfang 2007 bin ich nun selbständig tätig und schicke immer wieder Tierhalter mit ihrem Tier für bestimmte Untersuchungen oder auch Behandlungen sehr gern zu Tierärzten und behandle dann ggf. begleitend mit oder nach. Oder die Tiere sind bereits in tierärztlicher Behandlung und ich unterstütze durch naturheilkundliche oder spirituelle Methoden.

So brauchte beispielsweise eine alte, an Diabetes erkrankte Hündin eine Futterumstellung sowie individuell ausgesuchte Vitalpilze, damit ihre Zuckerwerte – trotz regelmäßiger Insulin-Gaben – nicht mehr Achterbahn fuhren und Lebensfreude in ihr wieder aufflammen konnte. Bis dahin war sie fast schon regelmäßiger „Notfall-Stammgast“ in der Tierklinik.

Andersherum halfen z. B. bei einem Kater mit chronischen Atemwegs-Problemen, weder „schulmedizinische“, noch klassisch homöopathische Mittel nachhaltig, bis die Halterin auf mein Anraten hin einen Tier-Zahnarzt konsultierte und eine Zahnsanierung durchführen ließ.

Tierärzte sind außerdem ein großer Plus-Punkt für bildgebende Verfahren, Blutuntersuchungen oder einfach durch ihre immense Erfahrung aufgrund von mehr Patienten tagtäglich, wodurch meine Diagnose-Möglichkeiten ausgeweitet werden können, um Verdachts-Diagnosen abzusichern oder Differentialdiagnosen auszuschließen.

Außerdem stehen Tierärzten in der Regel wichtige Notfall-Medikamente, Verbandsmaterial usw. in ausreichender Menge, sowie gutes Personal und genügend Erfahrung zur Verfügung, um meist schnell und effektiv in Notsituationen eingreifen zu können.

Tierheilpraktiker haben in der Regel deutlich weniger Patienten, als Tierärzte, weil wir „anders“ arbeiten.
Dies hat den großen Vorteil, dass wir uns wirklich Zeit für Tier und Halter nehmen können, was zum Beispiel wichtig bei chronischen Erkrankungen sein kann, hinter denen oftmals mehrere verursachende, verstärkende und/oder aufrechterhaltende Bereiche (auch die Psyche) stecken können.
Oder auch für die Sterbebegleitung. Können Mensch und Tier in Ruhe auf diesen Weg vorbereitet werden, vollzieht sich die letzte Reise oft mit deutlich weniger Stress für alle Beteiligten und ist meist bei den zurückgebliebenen Menschen mit weniger Schuldgefühlen oder ähnlichem behaftet. Auch eventuell zurückbleibende Tiere können mit Begleitung besser „aufgefangen“ werden, wenn nötig.

Tierärzte haben dafür aber deutlich mehr Erfahrung in vielen Bereichen, eben weil sie deutlich mehr Patienten tagtäglich versorgen. Beide Bereiche haben also ihre Vor- und Nachteile.

Auch sollte nicht vergessen werden, dass es Bereiche gibt, die kein Tierheilpraktiker durchführen kann und/oder darf, wie beispielsweise Narkosen und Operationen, Euthanasie, Impfungen oder die Verabreichung eventuell notwendiger verschreibungspflichtiger Medikamente.

Darüber hinaus gibt es Tiere, die manche Medikamente nicht oder nicht auf Dauer vertragen, wo daher Alternativen einfach notwendig sind.
Andere wiederum vertragen die Medikamente und benötigen sie vielleicht auch dringend. Trotzdem kann es – gerade bei chronischen Erkrankungen – sinnvoll sein, die Dosis durch zusätzliche naturheilkundliche Therapien möglichst gering zu halten (wenn nicht sogar mit der Zeit ganz darauf verzichtet werden kann), um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden oder zu minimieren. Also ganz nach dem Motto: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Abgesehen davon sind sehr viele lehrmedizinische Bereiche auch Teil einer guten Tierheilpraktiker-Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung. Ohne geht es gar nicht!
Unter den Dozenten guter Tierheilpraktiker-Schulen und vieler Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gibt es außerdem immer wieder auch Tierärzte, also Ausübende der Lehrmedizin („Schulmedizin“). ;-)

Mir ist daher völlig schleierhaft, wie solch ein Bericht zustande kommen kann. Vermutlich tatsächlich in Ermangelung von Erfahrung. Aber gerade auch Erfahrung macht einen wirklich guten Therapeuten aus.

Und genau mit dieser kann jeder erfahren, dass sich Tierärzte und Tierheilpraktiker ganz wunderbar ergänzen können.

Jeder Tierhalter kann so in gewissen Bereichen bzw. bis zu einem gewissen Grad mitentscheiden, welche Art von Untersuchung und Behandlung er sich für sein Tier wünscht.

Wenn jeder Therapeut – egal ob lehrmedizinisch oder naturheilkundlich – seinen Beitrag gibt, können am Ende ALLE davon profitieren – vor allem die Tiere.

Viele Grüße
Selina

Redakteur




29. Januar 2019, 12:21

Von Anfang an... vor der Anschaffung eines tierischen Begleiters

Dein Kind wünscht sich ein Haustier und Du bist nicht sicher, ob und welches Tier für Dich und Deine Familie geeignet ist? Oder wünschst Du Dir selbst einen tierischen Begleiter?

Im Vorfeld gibt es Vieles zu beachten, zu überlegen und in die Wege zu leiten. Umso gewissenhafter Du hier bist, umso harmonischer und angenehmer wird in der Regel das Zusammenleben für alle Beteiligten.

Dummerweise schauen wir manchmal in Anbetracht des süßen „Tierbabys“ oder des armen, kranken oder misshandelten Tieres durch unsere rosarote Brille und treffen „dumme“ Entscheidungen oder bedenken wichtige Aspekte nicht. Das ist traurig, kommt aber nun einmal vor. Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Wichtig ist nur, dass wir aus diesen Erfahrungen lernen, sie wenn möglich wieder in Ordnung bringen bzw. das Beste für alle Beteiligten daraus machen.

Was können wir aber tun, wenn das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist? Also wenn Du mit dem Gedanken spielst, einen Tiergefährten zu Dir zu nehmen?
Dann nimm Dir viel Zeit im Vorfeld, damit Ihr in harmonischer Gemeinschaft leben werdet.

Überlege Dir Vieles vorab ganz genau:

• Sind alle Familienmitglieder mit dem Tier einverstanden? Der Vermieter (ggf. schriftlich festhalten)?
• Gibt es Tierhaarallergien oder andere Allergien, die im Wege stehen könnten?
• Wer kümmert sich das gesamte Tierleben lang um das Tier? Kinder sind in der Regel überfordert, können aber gute Unterstützer sein.
• Kannst Du den tierischen Gefährten weitgehend artgerecht unterbringen, pflegen, versorgen und beschäftigen – sein Leben lang? (Zeit, Lust, Energie, Kraft, finanzielle Grundlage) Auch wenn es krank werden sollte, alt wird oder sein Verhalten nicht so ist, wie Du es Dir wünschst? Hast Du genügend „Notfall-Kapazitäten“?
• Was braucht es, um gesund und glücklich zu leben? Kannst Du dafür sorgen?
• Was wird im Urlaub mit dem Tier? Oder wenn Du einmal krank werden solltest? Wer kümmert sich dann?
Sprich auch mit anderen über Deinen Wunsch und nimm vor allem das ernst, was an Kritik und Sorge vorgebracht wird. Echte Freunde sind ehrlich. Prüfe genau, ob an den Dingen etwas „dran“ sein könnte!

Aber vor allem: Sei ehrlich mit Dir. Überprüfe, warum Du ein Tier zu Dir holen möchtest und ob es Deine Bedürfnisse überhaupt erfüllen kann, oder ob Du in Wirklichkeit ganz etwas anderes brauchst. Oft genug wird ein Tier ins Haus geholt, um von anderen, dringenderen, grundlegenderen Themen abzulenken – Partnerschaftsprobleme, fehlende Liebe/Nähe/Anerkennung zum Beispiel. Manchmal können Tiere da wahre Wunder bewirken. Manchmal machen sie die Situation aber nur noch schlimmer, weil sie dieser Mammut-Aufgabe einfach nicht gewachsen sind. Lasse Dich daher ruhig im Vorfeld von jemand Außenstehendem beraten, der sich die Zeit nimmt Dich und Deine Lebenssituation kennenzulernen und sich auch mit Tieren auskennt.

Hast Du all diese Dinge schon geklärt und möchtest immer noch ein Tier zu Dir holen?
Hast Du vielleicht bereits eine bestimmte Tierart oder Rasse, die Du favorisierst? Dann prüfe auch hier ganz ehrlich, ob Du seine Bedürfnisse wirklich erfüllen kannst. Geh vom „Schlimmsten“ aus! Wenn es dann nur halb so wild wird, umso besser!
Erkundige Dich über verschiedene Wege über die Tierart/Rasse. Nicht nur bei Züchtern, sondern vor allem bei verschiedenen „normalen“ Haltern dieser Tiere. Welche Vor- und Nachteile sehen sie, was müssen sie tun, damit es „gut läuft“. Und dann stell Dir ganz ehrlich die Frage: Bist Du bereit, all das zu geben? All das zu leisten? Vielleicht sogar noch viel mehr?

Wenn Deine Entscheidung für ein Tier gefallen ist, überlege auch gut, wo Du es herbekommst. Züchter, Tierheim, Privathaushalt - bei allem gibt es Vor- und Nachteile. Erkundige Dich genau und lass Dir Zeit bei der Auswahl.

Wenn das alles geklärt ist, nutze die weitere Zeit, um wichtige Dinge im Vorfeld anzuschaffen und vorzubereiten, damit Dein neuer tierischer Begleiter sich von Anfang an bei Dir wohlfühlen kann. Viele sehr kleine Tiere, wie Mäuse, Kaninchen & Co. haben recht große Ansprüche an ihre Unterkunft und Versorgung. Ein kleiner Käfig reicht da nicht! Zudem sind viele dieser Tiere eher Beobachtungstiere, als Streicheltiere. Erkundige Dich daher genau, welche Tierart für Deine Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse geeignet ist.
Zudem gibt es nur sehr wenige Tiere, die wirkliche Einzelgänger sind und auch so gehalten werden müssen. Die allermeisten brauchen wenigstens einen Partner, am besten sogar eine ganze Gruppe, um sich wirklich wohl zu fühlen. Wenn Du Gruppentiere einzeln halten möchtest, vielleicht, damit sie auch schön zahm werden, dann ist das purer Eigennutz. Wenn Du genügend Zeit und Engagement investierst, bekommst Du auch in Gruppen gehaltene Tiere „zahm“. Wenn nicht, hättest Du auch für ein einzelnes Tier viiiiiel zu wenig Zeit. Und da Du eben Mensch und (zum Beispiel) kein Kaninchen bist, wirst Du auch NIE eines ersetzen können. Da kannst Du noch so viel versuchen. Dein Tier wird immer einsam leben müssen.

Es sollte Dir aber auch klar sein, dass Gruppenhaltung auch mal schwierig werden kann. Vor allem, wenn Du die Tiere aus verschiedenen Bereichen zusammenbringst. Sie brauchen ausreichen Platz, Ausweichmöglichkeiten, zum Teil viel Fingerspitzengefühl bei der Zusammenführung und trotzdem kann es manchmal so sein, dass sich zwei Tiere einfach nicht „riechen“ können. Das geht uns Menschen ja genauso.
Abgesehen davon sind viele dieser kleinen Tiere reine Beobachtungs- und keine Streicheltiere! Wenn Du etwas Flauschiges zum Anfassen und Kuscheln suchst, ist ein Hamster nicht das Richtige für Dich.

Falls Du Kinder hast, möchte ich Dir noch etwas mit auf den Weg geben:
Auf vielen Kinder-Wunschzetteln zu Weihnachten, Ostern, Geburtstag stehen auch lebende Tiere. Im Grunde ist es egal, ob ein Tier zu Weihnachten oder wann auch immer "angeschafft" wird. Auf die Vorab-Überlegungen und das Wie kommt es an. Daher, wenn es mal schnell gehen soll/muss: ein informatives Buch zu dem gewünschten Tier, ein schönes Bild davon oder ein Kuscheltier oder schon einmal etwas für die Einrichtung des Stalls oder ein Kuschelkissen für den Hund oder … in Geschenkpapier und dazu das Versprechen, sich genauer zu informieren, was so ein Tier alles braucht, um glücklich zu sein. Auch „Gutscheine“ für gemeinsame Unternehmungen auf dem Weg zum neuen Gefährten können hilfreich sein. Zum Beispiel für einen Ausflug ins Tierheim, eine Probe-Reitstunde, Reitbeteiligung, Spaziergehrunde mit Nachbars Hund oder Urlaubs-/Wochenendbetreuung der Tiere von Bekannten, um ins „Tierhalter-Sein“ schon einmal hinein zu schnuppern.
Oft ist es auch sinnvoll, das Tier klipp und klar als Lebewesen, als Mitbewohner einziehen zu lassen, das niemandem „gehört“, wie ein paar Schuhe, aber das zur Familie „dazugehört“, wie jedes andere Familienmitglied auch. Das lässt den neuen Gefährten nicht wie einen Gegenstand erscheinen, sondern wirklich wie ein Lebewesen, das es ja auch ist. Schenke Deinem Kind also kein Tier, sondern entscheidet Euch als ganze Familie dafür, eines zu Euch zu holen. Dein Kind darf dann – genau wie alle anderen – mithelfen, damit sich der neue Hausgenosse wohlfühlt. Dies verschafft Deinem Kind ein gutes Gefühl und niemand braucht darunter zu leiden.

Lass Dir besonders viel Zeit im Vorfeld. Bezieh Dein Kind in die Vorüberlegungen mit ein, in die Organisation der Unterbringung, in die Recherche über das Tier und seine Bedürfnisse usw. Viele Kinder haben dann bald schon keine Lust mehr und so ersparst Du Dir einen Tiergefährten, der nach 3 Wochen langweilig ist. Wenn Dein Kind aber „dran“ bleibt, entsprechend Geduld hat und an dem Drumherum mitarbeitet, dann steht dem neuen, tierischen Familienmitglied nichts mehr im Wege.
Natürlich kann es trotzdem passieren, dass Dein Kind nach ein paar Wochen andere, aus seiner Sicht wichtigere Interessen hat. Aber dann ist das eben so. Kinder leben im Hier und Jetzt und nicht im Morgen, Übermorgen oder im nächsten Jahr. Sie können noch nicht oder nicht sehr weit vorausdenken. Sie malen sich das aus, was sie sich wünschen. Aber alles drumherum, was auch noch nötig ist, können sie nicht absehen. Schnell stellt sich Frust ein bei allen Beteiligten, der Familien-Haussegen hängt schief und die Dummen dabei sind oft genug die Tiere.

Dieses Vorausdenken müssen wir also übernehmen, uns ausreichend und umfangreich vorab informieren und alles überdenken. Immer aber müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass es möglich ist, dass wir uns vielleicht am Ende komplett und allein um die Tiere kümmern müssen, bis sie nicht mehr sind. Trotzdem ist es für Kinder eine tolle Erfahrung. Und am schönsten ist es, wenn die Eltern die Begeisterung für die Tiere teilen. So macht es auch mehr Spaß, sich gemeinsam und auf Dauer um sie zu kümmern.

Also lassen wir nach all den Vorab-Überlegungen und gemeinsamen Vorbereitungen dann den neuen Tiergefährten einziehen. Am besten zu einem ruhigen Zeitpunkt, fernab des Trubels eines Festes. So können alle das Tier ohne große Ablenkung durch andere Weihnachtsgeschenke, Kinder-Geburtstagsfeier oder ähnliches wirklich genießen und sich der neue Mitbewohner in Ruhe einleben.

Wenn Du nicht bereit dazu bist, Dich auf Dauer um ein Tier zu kümmern, oder es Dir einfach nicht möglich ist, suche nach anderen Lösungen, um Deinem Wunsch (oder den Deines Kindes) nachzukommen! Es muss nicht immer das eigene Tier sein. Vielleicht braucht jemand in der Nachbarschaft mal etwas Unterstützung mit seinem Tier oder Ihr versorgt ein paar Wochen im Jahr das Tier von Bekannten, während sie in Urlaub fahren oder das Tierheim freut sich über ehrenamtliche Hilfe.
Auch wenn anfangs vielleicht die Enttäuschung groß ist – mit der Zeit kommt das Verstehen, dass es besser so ist. Nimm Dich selbst und Dein Kind ernst mit seinen Gefühlen. Fang es auf, stütze es und lebt gemeinsam glücklich weiter.

Wenn Ihr Euch aber alle gemeinsam für einen tierischen Begleiter entscheidet, lass Dein Kind bitte nur unter Aufsicht mit dem Tier umgehen – vor allem zu Anfang. Dies kann zu einem wunderschönen gemeinsamen Familienritual werden.
Ungewollt passieren leider sehr viele Unfälle, wenn Kinder mit Tieren allein gelassen werden. Die Tiere können sich verletzen. Auch werden manche Tiere aggressiv, überängstlich oder unsauber, wenn sie unsanft angefasst werden.

Jedes Kind kann den richtigen Umgang mit Tieren lernen. Dazu braucht es aber jemanden, der ihm verantwortungsvoll vorlebt, wie es „richtig“ geht. Wenn Du selbst damit unsicher bist, suche Dir jemanden, der es Dir zeigt. Denn bist Du unsicher, wird es Dein Kind auch sein und in vielen Fällen wirst Du es auch am Verhalten Eures Tieres merken. Außerdem brauchen Kinder auch jemanden, der rechtzeitig einschreitet, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Viele Tiere reagieren mit Schreckstarre oder versuchen zu flüchten oder sich mit Krallen und Zähnen zu wehren, was leicht zu seelischen und/oder körperlichen Verletzungen führen kann - beim Kind wie beim Tier. Lass es nicht soweit kommen und habe ein Auge darauf.

Gib Deinem Kind die Chance, ein harmonisches Miteinander mit dem Tier kennenzulernen, das auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Auch wenn das noch einmal etwas ganz anderes ist: Du gibst damit Deinem Kind vielleicht auch die Möglichkeit zu lernen mit anderen Menschen einfühlsam umzugehen - auch solchen, die nicht so eindeutig zeigen können wie es ihnen gerade geht (sehr alte/kranke/behinderte Menschen).

Tiere können nicht so einfach wie ein Stofftier oder Spielzeug ausgewechselt werden. Wird eine Puppe langweilig, wird sie verschenkt, verkauft oder entsorgt und eine neue, interessantere wird angeschafft. Ein Tier ist aber ein Lebewesen wie wir. Und viele Tierarten werden weitaus älter als 2 - 3 Jahre. Überlege Dir daher genau, ob Du diese Verantwortung ein Tierleben lang übernehmen willst und kannst.

Du siehst, es gibt vieles zu bedenken.
Wenn Du Dir Unterstützung dabei wünschst, melde Dich gerne bei mir. Sehr viele Dinge lassen sich in einem kostenlosen Vorgespräch klären.

Übrigens lässt sich durch eine Tierkommunikation oft auch im Vorfeld klären, ob beispielsweise ein bestimmter Hund oder eine bestimmte Katze sich bei Dir wohlfühlen würde. Oder wenn Du ein zusätzliches Tier zu Dir holen möchtest, ob die beteiligten Tiere überhaupt miteinander harmonieren würden oder der Versuch einer Zusammenführung eher ungünstig wäre.
Manche Tiere möchten im Alter zum Beispiel ihre Menschen lieber für sich allein haben oder aber ein Tier mit ähnlichem Charakter und Bedürfnissen bei sich haben, als einen Jungspund, der sie den ganzen Tag nervt. Andere wiederum möchten genau das. Auch wenn es keine Garantie gibt, so lässt sich so oft doch im Vorfeld einiges klären.

Alles Liebe
Selina

Redakteur